Bürger und Handel durch vernünftige Finanzpolitik entlasten!

Alsdorf gilt mit einem Schuldenberg von rund 117 Mio. Euro als eines der wirtschaftlichen Schlusslichter in der StädteRegion Aachen. 

Jährlich muss die Stadt etwa 2,4 Mio. Euro Kreditzinsen zahlen. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass sich an dieser Situation in absehbarer Zeit etwas ändern wird, denn ansiedlungswillige Unternehmen und die mit ihnen verbundene Chance auf steigende Gewerbesteuereinnahmen waren und sind nicht in Sicht. Die prekäre wirtschaftliche Lage Alsdorfs führt dazu, dass man froh um jedes Unternehmen sein muss, das sich überhaupt für die Stadt interessiert. 

Wirtschaftlicher Erfolg beruht maßgeblich, aus unserer Sicht, auf einem noch zu entwickelnden Konzept einer Gewerbesteuersenkung. Die vom Stadtrat mit großer Mehrheit (gegen die Stimmen der ABU) verabschiedete Hebesatzerhöhung von 435 Punkten auf 495 Punkten erwies sich als ein echter Bumerang! 

Für kleine und mittelständige Unternehmen, also die maßgeblichen Stützen einer Volkswirtschaft, bedeuten diese Erhöhungen große finanzielle Belastungen. Diese Kosten können aber größtenteils nicht auf den „Endverbraucher“ umlagert werden, so dass letztlich die Existenz des Unternehmens, also auch Arbeitsplätze, gefährdet werden. 

Im Wettbewerb der Städte um ansiedlungswillige Unternehmen und Neugründer punkten andere Städte wie z. B. Baesweiler jetzt noch mehr, wie man an den zahllosen Ansiedlungen in Baesweiler erkennen kann. 

Die immer schon vorhandene ausgezeichnete Lage Alsdorfs in der StädteRegion Aachen mit den nahen Ballungszentren Düsseldorf und Köln und den ausreichend zur Verfügung stehenden Gewerbegrundstücke, die hervorragende Verkehrsinfrastruktur und die städtische Wirtschaftsförderung werden durch Steuererhöhungen massiv ausgebremst und blockiert! 

Wir halten die Aussagen für falsch, dass ohne Steuererhöhungen das gesellschaftliche Leben in Alsdorf still stehen wird. Und auch die ständige Drohung mit einem so genanten „Sparkommissar“ halten wir für nicht gerechtfertigt, da die Voraussetzungen für dessen Einsetzung in Alsdorf nicht gegeben sind. Daher sind dies aus unserer Sicht nur Begründungen, um Steuererhöhungen zu rechtfertigen. Alsdorf muss seine Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern. Wir setzen uns darum konsequent für den Haushaltsausgleich und den Abbau der städtischen Schulden ein. Dabei achten wir verstärkt darauf, die dazu notwendigen Maßnahmen verantwortungsvoll umzusetzen.

Nicht ohne Grund haben wir im Rat geschlossen gegen die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer sowie gegen die Anhebung der Parkgebühren gestimmt, um unsere Bürger und Firmen nicht höher zu belasten. Wir gehen verantwortungsvoll mit den städtischen Mitteln um. 

Auch in Zeiten knapper Kassen kann man durch kluge Ideen eine verantwortungsbewusste Finanzpolitik betreiben. Eine Straßenbeleuchtung mit neuer Technik spart der Stadt jährlich 100.000 Euro. Die durch die ABU-Initiative installierten Anlagen sparen bis zu 40 Prozent der Energie- und Wartungskosten und haben zudem eine höhere Lichtqualität. 

Unsere Ziele

  • Keine weitere Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern, um Haushalte und Firmen nicht weiter zu belasten
  • Konsequenter Haushaltausgleich und Abbau der städtischen Schulden, ohne die soziale Balance kaputt zu sparen
  • Rechtzeitige und regelmäßige Instandhaltung unserer Infrastruktur, um hohe Folgekosten zu vermeiden.
  • Senkung der Parkgebühren in Alsdorf, um den Einzelhandel zu stärken